Dafür kämpfen wir:

Ärztekammer als Servicestelle für alle ärztlichen, wirtschaftlichen
und rechtlichen Anliegen

Die Ärztekammer muss ein kompetenter Ansprechpartner in allen ärztlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten sein. Darüber hinaus ist es notwendig Kommunikationsplattformen für Angestellte, Fachärzte, Allgemeinmediziner, Wahlärzte und Ärzte in Ausbildung zu schaffen. Die Einbindung der an der Basis stehenden Standespolitiker (Bezirksärztevertreter, Spitalsärztevertreter etc.) muss ausgebaut werden.


Strukturierte Ausbildung schaffen!

Ich würde eine strukturierte Ausbildung mit Mentoren, sowie Ansprechpartner für Ärzte in Ausbildung auf jeder Abteilung schaffen. An vielen Abteilung läuft die Ausbildung immer noch „nebenbei“ ab. Ausbildung braucht Personal und zeitliche Ressource. Es ist notwendig mit allen Steakholdern den Dialog für eine gut strukturierte Ausbildung zu führen.


Die Bürokratie muss abgebaut werden!

Abschaffung des ABS Systems, wie bei den PVE`s. Kontrollarzttätigkeiten sollen von den Kontrollärzten nicht auf den niedergelassenen Bereich abgewälzt werden. Entlastung der angestellten Ärzte von allen nicht ärztlichen Tätigkeiten, wie zentraler Administration, Kodierung etc..


Mehr Wertschätzung für Spitalsärzte!

Die angestellten Ärzte müssen ehrlich wertgeschätzt und von nicht ärztlichen Tätigkeiten entlastet werden.

Besondere Leistungen und Qualifikationen sollen auch besonders honoriert werden und Fortbildungen sollen im vollen Ausmaß finanziert werden. Wenn die Ausbildung stimmt, und die Wertschätzung von Leistungsträgern gelebt wird, dann gibt es keinen Personalmangel.


Brennpunkt Primärversorgungseinheiten.

Die Primärversorgung erfolgt hauptsächlich über die hausärztliche und fachärztliche Versorgung. Über den europäischen Wiederaufbaufonds stehen zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 100 Mio. Euro für den Ausbau der Primärversorgung in Österreich zur Verfügung. Diese Mittel sollten besonders für die Stärkung der Hausärzte und Fachärzte Verwendung finden.

Derzeit gibt es noch keine Evaluierung der PVE´s, die ich aber für unerlässlich halte, um eine Bewertung der erwarteten Leistungsfähigkeit und Kosten Nutzenanalyse durchführen zu können. Weiters trete Ich dafür ein, dass auch Hausärzte und Fachärzte ein erweitertes Team von Gesundheitsberufen (Physio-, Psychotherapie, Diätilogie etc.) unter den gleichen Bedingungen wie PVE´s anbieten können. Das bedeutet, dass deren Gehaltskosten, samt Lohnnebenkosten der ÖGK in Rechnung gestellt werden können.


Wahlarztkosten: Rückerstattung von 80% auf 100% anheben!

Die Wahlärzte stellen eine wertvolle Ergänzung zur Kassenmedizin dar. Die Wahlarztkostenrückerstattung sollte von 80% auf 100% des Kassentarifes angehoben werden. Es muss auch gewährleistet sein, dass das Papierrezept neben der e-Medikation erhalten bleibt.


Es braucht eine Attraktivierung der Kassenmedizin!

Die niederschwellige und wohnortnahe Gesundenversorgung stellt bei den niedergelassenen ÄrztInnen, sowohl eine volkswirtschaftlich kostengünstige Versorgung dar, als auch eine wesentliche Entlastung des intramuralen Bereichs sicher.

Eine Attraktivierung der Kassenmedizin durch angemessene Honorierung, beispielsweise die Anhebung der Honorare für die MKP-Untersuchungen, Modernisierung des Leistungskataloges, Aufhebung der Deckelungen und Aufwertung der Gesprächsmedizin ist nötig.


Freiwilligkeit und mehr Flexibilität für den Wohlfahrtsfonds.

Die Lebensplanung jedes Einzelnen ist individuell und so sind es auch die finanziellen Bedürfnisse.

Eine „one-fits-all“ Investmentstrategie zu finden, welche die Bedürfnisse jedes Einzelnen in jeder Phase seines Lebens optimal abdeckt ist wohl nicht möglich. Für viele KollegInnen sind die Belastungen durch den Wohlfahrtsfond zu hoch. Meines Erachtens sollte der Wohlfahrtsfonds deshalb flexibel gestaltet werden, sodass jeder den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge an seine Lebensverhältnisse und seinen Lebensplan anpassen kann.

Konkret bedeutet das, dass ich darauf hinarbeiten würde, dass jeder seine Beitragshöhe an seine aktuellen Bedürfnisse anpassen kann. Insbesondere soll die Einzahlung ausgesetzt und wieder aufgenommen werden können. Mir ist bewusst, dass es gesetzliche Rahmenbedingungen gibt und jede Veränderung nur erfolgen kann, wenn die steuerliche Begünstigung erhalten bleibt. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man einerseits im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten den Wohlfahrtsfonds so flexibel wie möglich gestalten sollte und langfristig auch auf eventuelle gesetzliche Änderungen hinarbeiten sollte. Im Optimalfall sollte die Mitgliedschaft beim Wohlfahrtsfonds auf Freiwilligkeit basieren. Der Wohlfahrtsfonds soll nicht mehr als Zwangsmitgliedschaft für die Ärztinnen wahrgenommen werden, sondern als ein attraktives Angebot.


Vereinbarkeit für Familie und Beruf.

Als Mutter von 3 Kindern liegt mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders am Herzen. Es ist notwendig in allen Bereichen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit und eine Erleichterung des Wiedereinstieges in den Beruf zu gewährleisten.


Medikamentenabgabe in den Ordinationen.

Wir sehen einen Bedarf für eine Verbesserung und Modernisierung der Medikamentenversorgung unserer Patientinnen und Patienten. Alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sollen zur direkten Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in ihren Ordinationen berechtigt sein. Damit werden dem Patienten unnötige Wege erspart. Da diese Wege hauptsächlich mit dem Auto zurückgelegt werden, wäre das auch ein Beitrag zur Reduktion des CO2 Ausstoßes.